Abiaufgaben, Übungsaufgaben, Probeklausuren

Das Abitur - der allgemeinbildende Schulabschluss
Leitfaden zum Griff nach den Sternen

Schule könnte so schön sein, wenn sie am Ende nicht "bestanden" werden müsste.
Die Prüfung zum höchsten allgemeinbildenden Schulabschluss, das Abitur, hat es in sich. Aber das wundert auch nicht, wenn man die Herkunft des Wortes kennt. Abitur kommt von dem lateinischen Wort "abire" und heißt davon gehen, damit verheißt es eine Zukunft voller großartigen Möglichkeiten- dafür muss gekämpft werden. Wer Großes erreichen will, muss zunächst nun einmal Großes leisten.
Doch bevor man nach dem Sternen greifen kann muss man erst einmal nach guten Prüfungsergebnissen streben. Prüfung ist ein hässliches Wort in den Ohren der meisten Menschen. Bei Menschen die gerade vor einer Prüfung, wie etwa dem Abitur, stehen löst es Panik aus. Horrorszenarien von vergessen Prüfungsaufgaben, Sprachlosigkeit und der gähnenden Leere im Kopf wenn es drauf ankommt. Dabei muss es so gar nicht sein.

Die richtige Vorbereitung

Vorbereitung ist der Schlüssel zu guten Ergebnissen und einem kühlen Kopf in der entscheidenden Situation der Prüfung. Diese Vorbereitung beginnt natürlich offiziell mit der 5. Klasse, oder eben mit dem Eintritt in ein Gymnasium. Tatsächlich aber beginnt sie erst, wenn man es denn in die Sekundarstufe II, die 11. Klasse, geschafft hat. Diese Vorbereitung beginnt damit am Stoff zu bleiben und Hausaufgaben zu machen. Am Stoff bleiben kann man ganz gut, wenn man die Mitschriften am Ende jeder Woche noch einmal durchliest. Diese banal erscheinenden Maßnahmen stellen den schwierigsten Teil der Vorbereitung dar: das Anfangen. Erledigt man diese zwei Aufgaben ist man für die 12. beziehungsweise 13. Klasse bestens gerüstet.
Nun geht es in die heiße Phase. Nach dem Anfangen muss man nun langsam in Bewegung kommen. Weil das alleine aber mindestens so schwer ist wie anfangen, sollte man das in einer Gruppe tun. Hilfreich ist es hierbei den anderen Leidensgenossen gegenüber dem/der besten Freund/in den Vortritt zu geben. Beim Lernen mit dem Freund, der Freundin, besteht die unmittelbare Gefahr, dass augenscheinlich interessantere, stofffremde Themen plötzlich in den Mittelpunkt rücken.
Lerngruppen sind ein Allheilmittel. Sie eignen sich für jede Form der Prüfung, ob mündlich, ob schriftlich, sprachlich, oder naturwissenschaftlich, künstlerisch oder musikalisch. Als Leitfaden solcher Lerngruppen sollen Abituraufgaben der vergangen Jahre dienen, die sich per Internetrecherche oder über den Kurslehrer leicht beschaffen lassen.

Die Prüfung

Egal welche Prüfung einem bevorsteht: es muss immer eine Systematik in der Herangehensweise an die Aufgaben vorhanden sein. Diese sichert nicht nur Punkte- auch bei falscher Lösung- sondern sie stellt vor allem eine Ruhepunkt in der Stresssituation Prüfung dar. Sie ist der Leitfaden, an dem man sich durch einen Dschungel von Fragen und Problemen hangeln kann. Leider wird einem diese systematische Herangehensweise nicht immer durch die Lehrerschaft vermittelt. Natürlich kann es helfen beim Fachlehrer, das Schritt für Schritt-System zur Lösung von Aufgaben explizit einzufordern. Abhilfe kann zudem aber auch das Internet bieten. Vorteil gegenüber von Fachlektüre zum Thema ist, dass das Internet umsonst ist.
Es kommt zumindest bei dem Bearbeiten von Mathematikaufgaben darauf an, die Systematik zu verstehen. Bei sprachlichen Prüfungen sollte man sich an dieser Stelle noch einmal über die Herangehensweise an verschiedene Aufgabentypen belesen (wie analysiere ich ein Bild/Diagramm/wissenschaftlichen Text, usw.) und sie auswendig lernen. Das selbe gilt für Standardsätze in Wort und Schrift. Damit im Gebäck ist man bestens gewappnet gegen verschachtelte Textaufgaben und endlos kompliziertes Fachchinesisch.
Hat man diese Grundlagen gelegt kommt es darauf an in Bewegung zu bleiben. Das heißt vor allem üben, üben, üben und dabei möglichst viel falsch machen. Fehler die man bei den Übungen begangen hat, passieren einem in der Prüfung nicht mehr. Zu Beginn sollte der Hefter ständiger Wegbegleiter sein, wenn gegen Ende der Hefter wirklich nur noch der Kontrolle gilt, hat man es richtig gemacht. Doch all die Mühe im Vorfeld kann einem nicht helfen, wenn man nicht zur Ruhe kommt. Natürlich sind ein rasendes Herz und schwitzige Hände vor und während der Prüfung okay, sogar erwünscht, denn es sind Anzeichen dafür, dass man diese Situation ernst nimmt. Gedächtnisausfälle, leere Köpfe und Stillstand dagegen können das Aus für den Griff nach den Sternen bedeuten. In solchen Fällen kann es helfen, die Innenseiten der Fingerkuppen mittelstark und nacheinander zu drücken. Überfällt einen während der Prüfung gar eine große Müdigkeit, drückt man die Gelenkbeuge des kleinen Fingers mit dem Daumen für 30 Sekunden. Generell solle man während der Prüfung viel Wasser und Traubenzucker zur Verfügung haben. Diese Zeit muss man sich nehmen, damit der Griff nach den Sternen nicht an Dehydration oder gar Magengrummeln scheitert.